Auf dieser Seite möchten wir euch über Neues aus der PilzCoach®-Szene informieren. Aktuell wird vor dem Landgericht Berlin eine rechtliche Auseinandersetzung über die Wortmarke „PilzCoach“ von uns gegen zwei PilzCoach-Ausbilderinnen geführt. In diesem Zusammenhang hat das Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) ihre Mitglieder über die Hintergründe des Verfahrens informiert und angekündigt, dem Verfahren als Nebenintervenientin beizutreten. Da uns hierzu zahlreiche Nachfragen erreicht haben, möchten wir allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich ein eigenes Bild zu machen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir hier sowohl das Schreiben des Präsidenten der DGfM als auch unsere Stellungnahme dazu – gerne auch zum Teilen.
Wir glauben – bei aller Verschiedenheit und kontroversen Meinungen – an ein wertschätzendes und respektvolles Miteinander. Über unsere eigene Plattform hoffen wir auch in Zukunft vernetzt und verbunden zu bleiben, damit der „PilzCoach-Spirit“ sich weiter trägt. Wenn ihr zur Community gehören möchtet und noch nicht bei uns dabei seid, sprecht uns einfach an – wir freuen uns über jede*n der in diesem Sinne unsere gemeinsame Zukunft auf dieser Erde mitgestalten möchte.
Unser PilzCoach-Barcamp in Grünberg hat uns auch wie schon 2025 dieses Jahr wieder so viel Spaß gemacht, so dass wir 2027 ein Barcamp in Bad Boll geplant haben – mehr Infos hierzu findet ihr in unserem Terminkalender.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zur aktuellen Situation rund um die PilzCoach-Ausbildung
Warum wurde die Marke „PilzCoach“ angemeldet?
Die Marke wurde angemeldet, um die von uns entwickelte PilzCoach-Ausbildung und ihre Grundidee langfristig zu schützen. Dabei ging es nicht darum, engagierte PilzCoachs oder Ausbilderinnen und Ausbilder einzuschränken, sondern darum, die Qualität, die Inhalte und die ursprüngliche Ausrichtung der Ausbildung zu bewahren.
Wer hat die PilzCoach-Ausbildung entwickelt?
Die PilzCoach-Ausbildung wurde 2012 von uns (Rita und Frank Lüder) entwickelt und anschließend in die DGfM eingebracht. In den folgenden Jahren haben zahlreiche engagierte Menschen dazu beigetragen, die Ausbildung weiterzuentwickeln, auszubauen und mit Leben zu füllen. Dafür besteht große Dankbarkeit.
Richtet sich die Marke gegen die PilzCoach-Gemeinschaft?
Nein. Die Marke richtet sich nicht gegen die PilzCoach-Gemeinschaft, nicht gegen die Ausbilderinnen und Ausbilder und nicht gegen die vielen Menschen, die sich seit Jahren für Naturbildung engagieren. Die Gemeinschaft war und ist ein wesentlicher Teil des Erfolges der Ausbildung.
Darf ich weiterhin PilzCoach sein?
Ja. Für bestehende PilzCoachs ändert sich durch das laufende Gerichtsverfahren nichts. Niemand soll seine Qualifikation, seine Begeisterung für die Naturbildung oder sein Engagement verlieren.
Betrifft das Verfahren alle Ausbilderinnen und Ausbilder?
Nein. Die rechtliche Auseinandersetzung betrifft nur zwei Ausbilderinnen und nicht die große Gemeinschaft der Ausbilderinnen und Ausbilder. Ausgangspunkt des Konfliktes waren langjährige Auseinandersetzungen über grundlegende Fragen der Ausbildung, insbesondere den Umgang der PilzCoach mit Speisepilzen, wobei einzelne Personen die demokratisch getroffenen Entscheidungen nicht respektiert haben.
Geht es bei dem Verfahren um die Speisepilzfreigabe?
Die Diskussion um die Freigabe von Speisepilzen spielte bei der Entstehung des Konfliktes eine wichtige Rolle. Dabei geht es weniger um unterschiedliche Meinungen als um die Frage, wie mit demokratisch getroffenen Entscheidungen umgegangen wird und ob diese von allen Beteiligten respektiert werden.
Soll die DGfM geschwächt werden?
Nein. Ich (Rita) war viele Jahre mit großem Engagement im Präsidium für die DGfM tätig und fühle mich auch weiterhin der mykologischen Bildungsarbeit verbunden. Das Ziel ist nicht die Schwächung des Vereins, sondern der Schutz einer Ausbildung, die über viele Jahre aufgebaut wurde und vielen Menschen am Herzen liegt.
Was passiert nach dem Gerichtsverfahren?
Unabhängig vom Ausgang besteht der Wunsch, dass die PilzCoach-Ausbildung, die Naturbildung und die Gemeinschaft auch in Zukunft bestehen bleiben und Menschen für Pilze, Natur und ökologische Zusammenhänge begeistern.
Möchten wir (Rita und Frank) künftig allein entscheiden, wer PilzCoach-Ausbildungen anbieten darf?
Nein. Ziel war und ist nicht die Kontrolle über die Gemeinschaft, sondern der Schutz der Ausbildung und ihrer Inhalte. Die PilzCoach-Ausbildung ist durch die Zusammenarbeit vieler engagierter Menschen gewachsen. Daran soll sich auch künftig nichts ändern.
Wo kann ich mich informieren?
Auf dieser Webseite werden wichtige Entwicklungen und Informationen veröffentlicht.
Wer Fragen hat, kann sich außerdem direkt an uns wenden.
