Ein Wochenende voller Pilzideen, Genuss und Entdeckungen – Abschluss der PilzCoach-Ausbildung vom 31. Oktober bis 1. November 2026

Zum Abschluss ihrer PilzCoach-Ausbildung im Denkhaus Loccum präsentieren die Teilnehmenden ein buntes Spektrum an kreativen Ideen, spannenden Projekten und besonderen Erlebnissen rund um die faszinierende Welt der Pilze. 


Frisch gestärkt mit Vitalpilz-Trinkschokolade und Pilzbutter meistern alle souverän den schriftlichen Teil der Prüfung. Die anschließenden Präsentationen beginnen mit einer Kostprobe von Ediths selbst kultiviertem Tempeh. Wir erfahren viel Wissenswertes und bekommen praktische Tipps, wie wir Tempeh selbst herstellen können. Das aus Indonesien stammende Grundnahrungsmittel schmeckt mit pikanter Erdnusssoße besonders köstlich. Die ersten Herstellungsschritte weisen dabei interessante Parallelen zu den Schälchen auf, die Desiree in einem Projekt in der JVA aus Körnerbrut hergestellt hat. Nach dem Mittagessen starten wir zu einer kleinen Exkursion. Schon auf dem Gelände des Bildungshauses entdecken wir einige besondere Arten, darunter Puppenkernkeulen und Saftlinge.

Jana begeistert uns mit ihrem Wissen über die faszinierende Welt der Flechten. Wir betrachten ihre mitgebrachten Exemplare und beobachten an der Hundsflechte, wie stark sich Farbe und Gestalt durch das Anfeuchten verändern können. Auch im Wald entdecken wir zahlreiche spannende Arten. Unsere Funde vom Samstag dokumentieren wir in einer gemeinsamen Fundliste auf iNaturalist.

Anschließend geht es mit den Präsentationen weiter. Eike zeigt uns anhand seiner Arbeit im Waldkindergarten, wie sich Kindern Pilze mit allen Sinnen näherbringen lassen. Markus stellt seine Idee für ein Kinderbuch vor und lädt uns ein, köstliche eingelegte Steinpilze zu probieren. Auch bei Jessicas Präsentation geht es kulinarisch zu: Wir dürfen ihr mit wilden Hefen gebackenes Brot kosten und genießen dazu eine köstliche Kräuterbutter. Kevins Beitrag „Der letzte Weg im Amazonas“ passt wunderbar zu Halloween. Er erzählt uns die wahre Geschichte von Ameisen, die von parasitischen Pilzen infiziert werden. Diese bringen ihre Wirte dazu, sich an für den Pilz geeignete Stellen zu begeben, wo sie schließlich sterben und der Pilz seine Sporen verbreiten kann. Für die passende Atmosphäre hat er sogar ein historisches Buch dabei!

Tim leitet uns an, einige Fruchtkörper auf verschiedenfarbigen Papieren auszulegen, um Sporenabdrücke zu erhalten, die wir am nächsten Tag genauer anschauen. Der Sonntag beginnt mit einem unterhaltsamen Quiz von Trixie zu unterschiedlichen Pilzthemen. Auch in Jans Beitrag dreht sich alles um das Erkennen verschiedener Pilze anhand ihrer Merkmale. Lukas zeigt uns, wie sich die Namen der Teilnehmenden und verschiedene Pilznamen spielerisch in einer Gruppe kennenlernen und einprägen lassen. Martina widmet sich schließlich der spannenden Frage, was es mit dem Zusammenhang zwischen Pilzen und Vitamin D auf sich hat.

Danach geht es erneut hinaus zur Exkursion. Wieder machen wir zahlreiche tolle Entdeckungen, wie beispielsweise die Schmutzbecherlinge und Hexenröhrlinge, die wir auch vom Sonntag auf iNaturalist festhalten. Insgesamt kommen an diesem Wochenende dort mehr als 80 verschiedene Arten zusammen! Zurück im Denkhaus stellt uns Anja ihr Spiel zum „Wood-Wide-Web“ vor. Dabei gilt es, die passenden Baum- und Pilzpartner richtig zuzuordnen – eine spielerische Möglichkeit, die Zusammenhänge im Wald besser zu verstehen. Eine unterhaltsame und spannende Vertiefung zur Mykorrhiza bietet das Buch „Die Weisheit der Wälder“.

Last but not least nimmt uns Melanie mit auf eine spannende Entdeckungsreise durch den Lebenszyklus der Pilze. An fünf Stationen erhalten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe die Möglichkeit, viele faszinierende Details kennenzulernen. An einer Station betrachten wir die Unterschiede zwischen Ständer- und Schlauchpilzen ganz genau, an einer anderen können wir unser zuvor von Jana vermitteltes Wissen über Flechten vertiefen.

Ein rundum gelungener Abschluss!

Das Abschlusswochenende zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und lebendig die Welt der Pilze ist – und wie viele unterschiedliche Wege es gibt, diese Begeisterung weiterzugeben. Ob durch kreative Vermittlungsideen, praktische Projekte, kulinarische Kostproben, spannende Exkursionen oder gemeinsames Lernen: Die Teilnehmenden bringen jede Menge eigene Ideen und Inspiration mit und machen das Wochenende zu einem besonderen Erlebnis.

Wir gratulieren allen Absolventinnen und Absolventen herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihrer PilzCoach-Ausbildung und wünschen ihnen viel Freude dabei, ihre Begeisterung für Pilze weiterzutragen! Ein herzliches Dankeschön geht auch an das Team des Denkhauses Loccum für die leckere Verpflegung, die freundliche Betreuung und die angenehme Atmosphäre. Hier finden sich beste Voraussetzungen für ein inspirierendes Wochenende voller Wissen, Austausch und Gemeinschaft.

Rita & Frank
Rita & Frank

Hallo, mein Name ist Rita,

seit meiner Kindheit bin ich gerne in der Natur unterwegs und mache dort unzählige kleine und große Entdeckungen. Die Faszination dieser unerschöpflichen Quelle von bunten Formen, spannenden Beobachtungen und leckeren Pflanzen und Pilzen treibt mich auch heute noch an. Das Biologie-Studium und meine anschließende Promotion mit Schwerpunkt Botanik hat mir einiges an Fachwissen gebracht, doch mich auch nahezu das Staunen und die Ehrfurcht und Demut vor der Schöpfung vergessen lassen – all dies und noch viel mehr habe ich wieder gefunden. Bei verschiedenen Bildungseinrichtungen biete ich Seminare zu Pflanzen und Pilzen an – inzwischen meist zusammen mit meinem Mann Frank. Außerdem male und fotografiere ich gerne was mich selber begeistert und baue dies in unsere Lehrmaterialien und Bücher ein, die ich zusammen mit Frank verfasse und gestalte.

Hallo, mein Name ist Frank,

Vögel haben mich bereits sehr jung fasziniert und seit meiner Jugend begeistere ich mich für Outdoor- und Survival-Aktivitäten, sei es mit dem Kanu in Kanada oder auf verschiedenen Wegen in Skandinavien. Als Zahntechniker ist dies auch ein guter Ausgleich zu meiner ansonsten eher „indoor“ stattfindenden Arbeit. Seit den nun fast 30 Jahren, die Rita und ich gemeinsam in der Natur unterwegs sind, habe ich einiges an Pflanzen- und Pilzkenntnissen hinzu gewonnen. Mein Part in unseren gemeinsamen Seminaren ist es, aufzupassen, dass es nicht zu „akademisch“ wird – und immer wieder allgemeine Fragen zu stellen und „die Bodenhaftung“ zu behalten. So ist aus unseren gemeinsamen Entdeckungen zum Beispiel die Ausbildung zum PilzCoach entstanden.

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