Malen mit den Elementen: Feuer, Erde, Wasser und Luft – 23. bis 27. März 2026

Fünf Tage lang dreht sich in der Kunstfabrik Hannover alles um das Malen mit den Elementen. Wir rühren Pigmente an, arbeiten mit Sand, Marmormehl und Fliesenkleber und lassen uns von den Kräften der Natur inspirieren.

Unter der inspirierenden und motivierenden Anleitung von Carsten Westphal entstehen abstrakte Werke, die an ursprüngliche Landschaften erinnern. Zu Beginn legen wir ein dreidimensionales Relief an. Mit Sand, Marmormehl oder Fliesenkleber – oder einer Mischung aus allem – entsteht die Basis unserer Bilder. Ich experimentiere zusätzlich und arbeite Wurzelstücke, Rinden und Strandfunde in mein Bild ein. Es fühlt sich an, als würde ich ein Stück Natur direkt ins Bild holen.

Schicht für Schicht entwickelt sich das Werk weiter. Farbe, Wasser und Pigmente verbinden sich, verlaufen, trocknen, verändern sich. Schnell wird klar: Ein Bild lässt sich nicht erzwingen. Es gibt Phasen, in denen es unfertig, chaotisch oder einfach „nicht schön“ wirkt. Je nach Mischung und Bewegung der Farben entstehen immer neue Effekte. Ich lerne, loszulassen, zu vertrauen und den Prozess zu genießen, statt ein fertiges Ergebnis erzwingen zu wollen. Der Weg ist das Ziel.

Besonders beeindruckend ist das Arbeiten mit Feuer. Beim Abfackeln der Bilder entstehen durch Schellack, Holzkohle und Eisenspäne faszinierende, unvorhersehbare Strukturen. Hier wird der Prozess noch unmittelbarer – kraftvoll und transformierend.

Zum Abschluss machen wir eine gemeinsame Besprechung, und es ist inspirierend und lehrreich, die Werke der anderen zu sehen – beeindruckend, welche Vielfalt und Ausdruckskraft in dieser Woche entstanden ist.

Fazit: Fünf Tage voller Inspiration, Experimentierfreude und neuer Perspektiven. Ein herzliches Dankeschön an Carsten, der uns stets mit Rat und Tat und immer wieder motivierenden Impulsen begleitet hat – und das Team der Kunstfabrik sowie alle Teilnehmerinnen für diese bereichernde Zeit.

Rita & Frank
Rita & Frank

Hallo, mein Name ist Rita,

seit meiner Kindheit bin ich gerne in der Natur unterwegs und mache dort unzählige kleine und große Entdeckungen. Die Faszination dieser unerschöpflichen Quelle von bunten Formen, spannenden Beobachtungen und leckeren Pflanzen und Pilzen treibt mich auch heute noch an. Das Biologie-Studium und meine anschließende Promotion mit Schwerpunkt Botanik hat mir einiges an Fachwissen gebracht, doch mich auch nahezu das Staunen und die Ehrfurcht und Demut vor der Schöpfung vergessen lassen – all dies und noch viel mehr habe ich wieder gefunden. Bei verschiedenen Bildungseinrichtungen biete ich Seminare zu Pflanzen und Pilzen an – inzwischen meist zusammen mit meinem Mann Frank. Außerdem male und fotografiere ich gerne was mich selber begeistert und baue dies in unsere Lehrmaterialien und Bücher ein, die ich zusammen mit Frank verfasse und gestalte.

Hallo, mein Name ist Frank,

Vögel haben mich bereits sehr jung fasziniert und seit meiner Jugend begeistere ich mich für Outdoor- und Survival-Aktivitäten, sei es mit dem Kanu in Kanada oder auf verschiedenen Wegen in Skandinavien. Als Zahntechniker ist dies auch ein guter Ausgleich zu meiner ansonsten eher „indoor“ stattfindenden Arbeit. Seit den nun fast 30 Jahren, die Rita und ich gemeinsam in der Natur unterwegs sind, habe ich einiges an Pflanzen- und Pilzkenntnissen hinzu gewonnen. Mein Part in unseren gemeinsamen Seminaren ist es, aufzupassen, dass es nicht zu „akademisch“ wird – und immer wieder allgemeine Fragen zu stellen und „die Bodenhaftung“ zu behalten. So ist aus unseren gemeinsamen Entdeckungen zum Beispiel die Ausbildung zum PilzCoach entstanden.

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