Sturm, Schnee und Knospenkraft – im Winter Gehölze bestimmen. 4.bis 11. Januar 2026

Der Winter hat uns voll im Griff. Unsere sommergrünen Bäume und Sträucher trotzen kahl dem Wind, der durch ihre Kronen fegt. Schnee und Eis legen sich über Äste und Zweige. Die Gehölze ähneln sich sehr und doch ist genau jetzt eine wunderbare Zeit, um sie zu entdecken – und sogar zu bestimmen. Von Holunder, Eiche, Walnuss und Hasel haben wir dazu auf YouTube Filme zum Anschauen.

Gerade waren wir an der dänischen Nordseeküste. Sturm, klirrende Kälte, Schnee und eisiger Wind bestimmten die Tage. Und mitten in dieser rauen Landschaft trotzen die Sträucher in den Dünen Wind und Wetter. In ihren angelegten Winterknospen tragen sie bereits alles in sich, was sie für den Austrieb im kommenden Frühjahr brauchen.

Diese Knospen sind kleine Meisterwerke: fest umhüllt, gut geschützt und voller Versprechen auf das erblühende Leben im Frühjahr. Sie trotzen Schnee, Frost und Sturm – manchmal über Monate hinweg. Wer genauer hinschaut, kann im Winter besonders viel über unsere Gehölze lernen: Knospenform, die Anzahl und Anordnung ihrer Schuppen, die Stellung am Zweig, Rinde und Wuchs erzählen ihre ganz eigene Geschichte.

Genau dafür haben wir unseren Rätselpfad „Winterknospen“ gestaltet. Er lädt dazu ein, den Blick zu schärfen und die Bäume auch ohne Blätter sicher zu bestimmen. Schritt für Schritt wird sichtbar, wie unterschiedlich und zugleich erstaunlich widerstandsfähig unsere heimischen Bäume sind.

Fazit: Der Winter ist also keine Pause, sondern eine Zeit der Vorbereitung – und eine wunderbare Gelegenheit, draußen unterwegs zu sein, genau hinzuschauen und die stille Kraft der Natur zu entdecken. Wir empfehlen eine gute Lupe mitzunehmen – oder noch besser: ein paar Zweige wieder in der warmen Stube mit dem Stereomikroskop zu entdecken. Viel Spaß dabei!  

Rita & Frank
Rita & Frank

Hallo, mein Name ist Rita,

seit meiner Kindheit bin ich gerne in der Natur unterwegs und mache dort unzählige kleine und große Entdeckungen. Die Faszination dieser unerschöpflichen Quelle von bunten Formen, spannenden Beobachtungen und leckeren Pflanzen und Pilzen treibt mich auch heute noch an. Das Biologie-Studium und meine anschließende Promotion mit Schwerpunkt Botanik hat mir einiges an Fachwissen gebracht, doch mich auch nahezu das Staunen und die Ehrfurcht und Demut vor der Schöpfung vergessen lassen – all dies und noch viel mehr habe ich wieder gefunden. Bei verschiedenen Bildungseinrichtungen biete ich Seminare zu Pflanzen und Pilzen an – inzwischen meist zusammen mit meinem Mann Frank. Außerdem male und fotografiere ich gerne was mich selber begeistert und baue dies in unsere Lehrmaterialien und Bücher ein, die ich zusammen mit Frank verfasse und gestalte.

Hallo, mein Name ist Frank,

Vögel haben mich bereits sehr jung fasziniert und seit meiner Jugend begeistere ich mich für Outdoor- und Survival-Aktivitäten, sei es mit dem Kanu in Kanada oder auf verschiedenen Wegen in Skandinavien. Als Zahntechniker ist dies auch ein guter Ausgleich zu meiner ansonsten eher „indoor“ stattfindenden Arbeit. Seit den nun fast 30 Jahren, die Rita und ich gemeinsam in der Natur unterwegs sind, habe ich einiges an Pflanzen- und Pilzkenntnissen hinzu gewonnen. Mein Part in unseren gemeinsamen Seminaren ist es, aufzupassen, dass es nicht zu „akademisch“ wird – und immer wieder allgemeine Fragen zu stellen und „die Bodenhaftung“ zu behalten. So ist aus unseren gemeinsamen Entdeckungen zum Beispiel die Ausbildung zum PilzCoach entstanden.

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