Von 5. bis 8. Februar 2026 verwandelte sich die Stadthalle Hagen in ein Mekka für alle Naturgarten-Begeisterten: Unter dem Motto „Lebensraum Naturgarten – vom Boden bis zur Baumkrone: Naturgärten als Refugien für Artenvielfalt“ boten die Naturgartentage spannende Vorträge, praxisnahe Workshops und die Gelegenheit zum Austausch zwischen Gärtnern, Wissenschaftlern und Hobby-Naturfreunden.


Unser Vortrag über Pilze im Naturgarten zeigte, wie unsichtbare Myzelnetzwerke Böden beleben, Pflanzen stärken und ökologische Vernetzungen zwischen Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen ermöglichen. Pilze sind die stillen Helden der Naturgärten – sie recyceln Nährstoffe, unterstützen die Bodenfruchtbarkeit und helfen, gesunde, widerstandsfähige Ökosysteme zu erhalten. Unser Vortrag kann hier angeschaut werden und hier gibt es im selben Format weitere Infos über Pilze.






Auch beim Fotowettbewerb unter dem Motto „Die dunkle Seite des Naturgartens“ sicherte sich ein Pilzmotiv von Ingo Heymer den ersten Platz. Die Bilderausstellung und Abstimmung während der Tage zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig und überraschend diese oft unterschätzten Gartenbereiche sind.

Im unserem Workshop ging es um Botanik. Am Beispiel der Schwanenblume beschäftigten wir uns mit den Elementen einer Blüte und deren Blütenabfolge – eine Übung aus unserem Online-Botanikkurs, bei der wir die zeitlich versetzte Entwicklung weiblicher und männlicher Blütenteile betrachteten.



Mit Stereomikroskopen nahmen wir die Blüten von Narzissen, Lenzrosen, Schneeglöckchen, Zaubernuss und Korbblütlern genauer unter die Lupe. Um die Einzelblüten von Korbblütlern zu verstehen schauten wir uns diese Teile in unserem Modell an. Für diejenigen, die nicht dabei gewesen sind stellen wir hier einmal einen kleinen Filmausschnitt ein. Der ganze Film ist, wie weitere Inhalte zu dieser oder anderen Familien, Teil unserer botanischen Online-Kurse.
Die Naturgartentage 2026 zeigen deutlich: Ein Naturgarten ist ein lebendiger, vernetzter Lebensraum. In einer zunehmend überdüngten, intensiv bewirtschafteten und monotonen Landschaft bieten Naturgärten wichtige Refugien für unzählige Organismen – von Pilzen und Bakterien über Insekten bis zu Vögeln und kleinen Säugetieren. Sie sind Rückzugsorte, Brutplätze, Nahrungsquelle und Vernetzungsräume zugleich. Jeder naturnahe Garten trägt damit direkt zum Erhalt der Biodiversität bei, unterstützt ökologische Prozesse und stabilisiert das lokale Ökosystem. Wer die Vielfalt seiner Bewohner versteht und fördert, schafft Gärten, die nicht nur schön, sondern auch lebenswichtig für die Natur sind – ein wertvoller Beitrag für die Artenvielfalt in unserer Umwelt.
Herzlichen Dank, dass wir Teil der Veranstaltung sein durften, und ein großes Lob an das Orga-Team für euren großartigen und motivierenden Einsatz!




