Die letzten Tage haben wir mit dem Floßboot vom Wasser aus erlebt und eine Landschaft erkundet, die von Schilf geprägt wird. Dort haben wir ein Video zu diesem spannenden Verlandungspionier gedreht und möchten euch hier noch ein paar Pflanzen dieses Lebensraumes vorstellen.
Schilf gehört zu den wichtigsten Pflanzen der Seenlandschaft. Es schützt die Ufer vor Erosion, filtert Nährstoffe aus dem Wasser und bietet Brutplätze für viele Vogelarten. Vom Floß aus konnten wir beobachten, wie immer wieder Fische und Wasservögel zwischen ihnen verschwanden. Schilf bildet tatsächlich das Rückgrat eines ganzen Ökosystems und wurde seit Jahrhunderten vom Menschen genutzt – und es lädt zu Naturspielereien ein.





Hinter den ausgedehnten Schilfgürteln beginnt die faszinierende Welt der Verlandungszone. Hier treffen Wasser und Land aufeinander und schaffen einen ganz eigenen Lebensraum. Vom Floßboot aus konnten wir einige der Uferpflanzen entdecken, die wir bereits in eigenen Videos vorgestellt haben:
- Baldrian
- Beinwell
- Blutweiderich
- Flatter-Binse
- Gilbweiderich
- Kalmus
- Krebsschere
- Mädesüß
- Seerose
- Sumpf-Schwertlilie
- Sumpfdotterblume
- Wasserdost
- Wasser-Minze
- Weiden






Besonders auffällig ist die leuchtend gelbe Sumpf-Iris, die im Frühjahr und Frühsommer farbenfrohe Akzente an den Ufern setzt. Ihre kräftigen Blüten sind schon von weitem sichtbar und machen sie zu einer der bekanntesten Pflanzen feuchter Standorte. Der Echte Baldrian lockt mit seinen zarten, hellrosa Blütenständen zahlreiche Insekten an. Viele kennen ihm vor allem als Heilpflanze, doch in der Natur ist er vor allem ein wichtiger Bestandteil artenreicher Uferlandschaften. Im Hochsommer zieht der Blutweiderich die Blicke auf sich. Seine kräftig purpurfarbenen Blütenkerzen ragen zwischen Schilf und Gräsern empor und bieten Nahrung für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.



Die cremeweißen Blütenwolken des Mädesüß verströmen einen intensiven, süßlichen Duft. Schon früher wurde die Pflanze wegen ihres Aromas geschätzt und in Getränken sowie als Heilpflanze verwendet. An den feuchten Ufern der Müritz gehört sie bis heute zu den charakteristischen Begleitern des Sommers. Gemeinsam erzählen diese Pflanzen die Geschichte einer Landschaft im Wandel. Sie zeigen, wie aus offenen Wasserflächen nach und nach neue Lebensräume entstehen.


Fazit: Der Sommer bietet eine wundervolle Gelegenheit bei einer Abkühlung im Wasser auch einmal nach diesen Pflanzen Ausschau zu halten und wir wünschen euch viel Spaß bei euren Entdeckungen.




