Sommerliche Blütenvielfalt: Eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten – 29. Juni 2026

Die Natur hält auch im Sommer noch viele wertvolle Blütenpflanzen bereit. In unseren beiden neuen Videos stellen wir Hauhechel und Odermennig näher vor – zwei heimische Pflanzen, die oft am Wegesrand, auf Wiesen oder an sonnigen Böschungen zu finden sind.

Hauhechel begeistert nicht nur durch die zarten rosa Blüten, sondern bietet zahlreichen Wildbienen und anderen Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle. Zudem wird dieser Zwergstrauch schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze geschätzt und die Wurzel dient als harntreibendes und entwässerndes Mittel.

Auch der Odermennig mit seinen leuchtend gelben Blüten wird gerne von Bienen, Schwebfliegen und Käfern besucht und trägt so zur Artenvielfalt bei. Als Heilpflanze ist er ebenfalls seit langer Zeit bekannt und hat bereits in den Klostergärten des Mittelalters seinen festen Platz.

Auch Naturgärten leisten einen wertvollen Beitrag. Wer heimische Wildpflanzen, Kräuter und Stauden wachsen lässt, schafft ein kleines Paradies für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele weitere Insekten. Schon wenige Quadratmeter mit ungefüllten Blüten wie denen von können helfen, die sommerliche Trachtlücke zu überbrücken.

Besonders schön ist dabei, dass jede Blüte zählt. Ob am Wegesrand, im Garten oder auf einer Wiese – überall dort, wo Pflanzen blühen dürfen, entsteht ein kleines Netzwerk von Nahrungsquellen, das unsere Insekten dringend benötigen – unter anderem Natternkopf, Wilde Möhre, Wegwarte, Malven, Färberkamille, Echtes Labkraut, Blutweiderich, Wasserdost und Kohl-Kratzdistel. Bei uns am Feldweg ist mir dieses Jahr voller Freude aufgefallen, dass um die dort wachsenden Glockenblumen herum gemäht wurde. Vielleicht sind es gerade diese kleinen Gesten der Achtsamkeit, die zeigen, dass Mensch und Natur gut miteinander auskommen können.

Wir wünschen viel Freude beim Anschauen der Videos und beim Entdecken dieser faszinierenden Sommerblüher.

Rita & Frank
Rita & Frank

Hallo, mein Name ist Rita,

seit meiner Kindheit bin ich gerne in der Natur unterwegs und mache dort unzählige kleine und große Entdeckungen. Die Faszination dieser unerschöpflichen Quelle von bunten Formen, spannenden Beobachtungen und leckeren Pflanzen und Pilzen treibt mich auch heute noch an. Das Biologie-Studium und meine anschließende Promotion mit Schwerpunkt Botanik hat mir einiges an Fachwissen gebracht, doch mich auch nahezu das Staunen und die Ehrfurcht und Demut vor der Schöpfung vergessen lassen – all dies und noch viel mehr habe ich wieder gefunden. Bei verschiedenen Bildungseinrichtungen biete ich Seminare zu Pflanzen und Pilzen an – inzwischen meist zusammen mit meinem Mann Frank. Außerdem male und fotografiere ich gerne was mich selber begeistert und baue dies in unsere Lehrmaterialien und Bücher ein, die ich zusammen mit Frank verfasse und gestalte.

Hallo, mein Name ist Frank,

Vögel haben mich bereits sehr jung fasziniert und seit meiner Jugend begeistere ich mich für Outdoor- und Survival-Aktivitäten, sei es mit dem Kanu in Kanada oder auf verschiedenen Wegen in Skandinavien. Als Zahntechniker ist dies auch ein guter Ausgleich zu meiner ansonsten eher „indoor“ stattfindenden Arbeit. Seit den nun fast 30 Jahren, die Rita und ich gemeinsam in der Natur unterwegs sind, habe ich einiges an Pflanzen- und Pilzkenntnissen hinzu gewonnen. Mein Part in unseren gemeinsamen Seminaren ist es, aufzupassen, dass es nicht zu „akademisch“ wird – und immer wieder allgemeine Fragen zu stellen und „die Bodenhaftung“ zu behalten. So ist aus unseren gemeinsamen Entdeckungen zum Beispiel die Ausbildung zum PilzCoach entstanden.

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